weichen im Eigenbau

für den Schattenbahnhof

Der Umbau des Bahnhofs Tannwil erforderte eine Bogenweiche. Ich sah mich um und erschrak der hohen Preise wegen. Weil diese Weiche im nicht sichtbaren Bereich liegt, habe ich mich für den Eigenbau entschlossen. Eine Ahnung hatte ich, habe ich doch einmal irgendwo gesehen, wie so was vonstatten gehen könnte.

Material:

Zwei Pertinaxplatten einseitig mit Kupfer beschichtet

(Bei Conrad für unter 5 Fr. erhältlich)

Flexibles Flexgleis, das lässt sich besser gleichmässig biegen. Gesamtpreis: unter 20 Fr.

Einige Spurlehren aus Blech, ca. 1 cm breit, herstellen. (Mass: Von Innenkante zur Innenkante des Schienenfusses)

Ich setze das handwerkliche und "elektrische" Geschick voraus.

Bogenweiche zuerst auf Papier aufzeichen. Im Grunde genommen sind es nur vier unterschiedliche Radien. Ist kein grosser Zirkel zu Handen, so ist Draht und Bleistift ein Behelf.

Anhand dieser Zeichnung können die Platinen (versetzt) zusammen gelötet werden.

Mit Draht und Nagel oder mit verlängertem Zirkel mit dem grössten Radius den Bogen auf die Platine einzritzen. Für den nächstkleineren Parallelbogen muss die Innen- oder Aussenkante des  Schienenfusses genommen werden, denn so kann die Schiene an den Strich angepasst werden. Den Abzweigbogen genau so einzeichnen.

(Am besten fertigt man sich eine Lehre.)

Nun ist ersichtlich wo das "Herz" hinkommt und die Teile können vorgefertigt werden. Etwas Geduld muss bei den Zungen aufgebracht werden, denn die muss genau angefeilt werden, die Biegefertigkeit mit Abfeilen des Schienenfusses nachhelfen.

Vor oder nach dem Löten die Schienen für den Gleichstrombetrieb isolieren.

Als Einstiegsvariante könnten auch zwei "benachbarte" Bogen genommen werden. So wäre kein Biegen notwendig.

 

Ach ja - die Gleise liegen auf Schaumstofftapeten. Die habe ich in einem Tapetengeschäft aufgetrieben. Diese dämpfen die Laufgeräusche sehr gut, vorallem wenn die Gleise im nicht einsehbaren Bereich ohne Schotter sind.