Schottern

Mit dem Schottern ist es so eine Sache.

Am einfachsten ist es ja Gleis gleich mit der Bettung zu kaufen.

An sich keine schlechte Idee. Hat der Modelleisenbahner einen Garten mit Kies - mit wenigen Griffen hat er eine Gartenbahn.

Schön na ja - echter Schotter ist schöner - aber der Aufwand uff!

Halb so schlimm. Hier meine Tipps.


Zuerst den Schüttelbecher basteln.

Siehe oben

2 Becher mind. 10 cm hoch mit einem Rand, hier zwei der kleineren "Caffè latte" Becher von Emmi

 (Von Vorteil: gerade Becher verwenden. Es geht hier nur um das Wie der Herstellung. Ich wollte meinen nicht mehr auseinander nehmen)

1 alter Lokmotor

1 Stück Messing- oder Eisenblech

1 Schalter

4 Blech- oder Gewindeschrauben mit Muttern

1 Stücken Fahrbahnkork oder etwas Ähnliches

1 9V-Batterie

1 Stück Karton

etwas Litze

und oben noch vergessen: etwas Schaumstoff.

An die Arbeit

Bei einem Becher wird der Rand abgeschnitten, so dass eine schaufelförmige Öffnung entsteht. Siehe Bild.

Den zweiten Becher kürzen, so dass der Motor und Batterie darin noch genügend Platz finden.
Den abgeschnittenen Rand nicht zerstören.








Die beiden Becher aufeinander Schrauben.

 

 

Unwucht herstellen: ein Stückchen Blech zuschneiden. Im Bild ein Stückchen Messingprofil, dieses um die Achse "falten" vorbohren und mit Schrauben an die Achse klemmen. Einfacher mit Cyanolit festkleben.

Motor mit Litze versehen, mit der Batterie testen, (ev. mit Widerstand Spannung reduzieren) und sehr satt einbauen und mit genügend Weissleim fixieren (Cyanolit ist nicht geeignet). Doppelseitiges Klebeband ? probieren - mit Lötkolben gegenseitig verschmelzen?, sieht man halt. 

Den Becherrand, der auf die Seite gelegt wurde, aufschneiden und so zurechtschneiden, dass er mit dem Rand recht gut über die Unwucht ragt, entsprechend den Umfang kürzen und mit Isolierband zusammenfügen. Befestigen wie oben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen runden Kartondeckel zuschneiden für das Kabel eine kleine Kerbe schneiden. Den Rand einfügen und mit dem Kartondeckel den Motor zudecken. Spätestens jetzt ist zu erkennen, ob genügend Freiraum für die Unwucht gelassen worden ist. Deckel fixieren.





Den Schalter einbauen, verkabeln und an die Batterie anlöten.

Man kann auch ein längeres Kabel vorsehen und an einen Trafo anschliessen. Nur - immer den Trafo in der Nähe? Das Kabel über alles?


 

 

 

 

Die Batterie mit Schaumstoff einengen. Mit zwei Streifen Isolierband die Becheröffnung kreuzweise zubinden, die Batterie muss ja gelegentlich gewechselt werden. Sicher kann man einen passenden Deckel suchen,  aber muss alles immer so perfekt sein?

 

Meine Erfahrung mit diesen Bechern:Die Befestigungen sind schlecht zu bewerkstelligen, weil die Wände schräg gestaltet sind. Ich musste nachkorrigieren.

Gerade Becher sind besser, mein erstes Exemplar hat solche. Diesen benutze ich. Als ich diese Idee hier im Aufbau zeigen wollte, hatte ich eben diese Becher zur Hand.

 

Was soll nun das Ganze?

Ausprobieren! Den Becher mit etwas Rieselfähigem füllen, den Becher hoch halten und den Motor einschalten. Den Schüttler nun sanft kippen und auf das Herausrieseln warten. Mehr oder weniger Druck mit dem Finger auf den Schüttler dosiert den Ausfluss. Nach einer Weile hat man den Schüttler im Griff. Jetzt kann es ans Schottern gehen. Er ist übrigens für alles zu benutzen, was sacht ausgeschüttet werden muss.

 

Vergessen Sie nun das Pinselchen, das verwendet wird um die einzelnen Steinchen zwischen und von den Schwellen zu bringen.

Einfach

einen grossen Pinsel, wie im Bild nehmen und stampfend über die Gleise fahren. Das Bild hier ist nicht beschönigt, sondern  echt!