Schloss Tannwil

Der Werdegang

Der Schlosshügel ist als erstes ein Block aus verschiedenen Platten aus geschäumtem Polystyrol.

Anleitung zum Bau einer Thermosäge

Zugeschnitten werden die Platten mit einer selbstgebastelten Thermosäge.

Der Vorteil: praktisch keine Fuseln. Sie besteht, wie im Bild sichtbar aus einem Laubsägebogen. Am unteren Ende wird an Stelle der bestehenden Klemmschraube eine Lüsterklemme angebracht, diese dient für den Kontakt des einen Kabels vom Trafo. Unter die Lüsterklemme mit direktem Kontakt mit dem Stahl des Bogens wird das zweite Kabel geklemmt. Für den Draht zum Schneiden muss ein Widerstandsdraht besorgt werden, es geht nur mit einem solchen. Z.B. aus einem alten Fön oder Ofen oder im Handel suchen. Das eine Ende wird an der Lüsterklemme und das andere unter die bestehene Klemme befestigt. Mit einer gewissen Spannung wie etwa bei einem Laubsägeli. Dem Trafo etwa 4-8 Volt Gleich oder Wechselspannung entnehmen. Schneiden ausprobieren, je nach dem mehr oder weniger Spannung geben.

 

Zusammenfügen der Platten

 

 

 

Um die Teile zusammenzufügen verwendet man am besten Holzspiesse, die in genügender Anzahl und mit verschiedenen Winkeln hineinstossen werden.

Das genügt vollkommen und hält sofort, leimen ist nicht nötig. Das überragende Ende mit einem Seitenschneider abzwicken.


 

Das Schloss Heidegg aus dem Luzerner Seetal ist mein Vorbild.

Im Rohbau:

Der Hügel ist nun mit Fassadenputz überzogen und grob gestaltet. (Siehe auch unter Felsen.) Die Höhe des Schlosses Heidegg, es ist tatsätzlich so hoch, wird etwas kleiner. Es wartet noch auf den Verputz. Hiezu verwende ich Dispersionsfarbe gemischt mit ganz feinem Sand.

Die Rosen rechts im Hintergrund sind nicht diejenigen vom sehenswerten Rosengarten vom Schloss Heidegg.


 

So das wäre geschafft: Heidegg farbig, wenn auch nicht ganz dem Original getreu nachgebaut und die Fahne ist verkehrt. Aber erkennen tut man Heidegg allemal. Turm und Wohnhaus ist aber noch nicht definitiv platziert.

Das Wohnhaus ist fotografiert worden, dann im Gimp verarbeitet und schliesslich auf dickerem Papier (von einem Kalender, mattes Papier) ausgedruckt. Die Innenwelt des Hauses ist auch Balsaholz.

Der Turm ist aus Balsaholz, die Fenster ausgeschnitten und mit Dispersion bemalt. Die Fenster und die Läden sind im Gimp* entstanden.

 *Gimp - Link unter Rubrik Häuser


 

 

 

 

 

 

 

 

Die Befestigungen aus Balsaholz entspringen nur der Fantasie.

Das unterste Tor im Rohbau: hier muss noch im Detail Hand angelegt werden.

Bemalt ist das Balsaholz mit weisser Dispersion, der sehr feiner Sand beigemischt wurde.


 

 

 

 

 

 

 

Der mittlere Befestigungsturm ist hier auch noch im Rohbau.

Er hat noch zu dünne Zinnen wie auch die Torwand, es fehlt noch das Fallgatter.


 

Die Partien sind jetzt mit Pulverfarben bepinselt. Wobei das Grün völlig überflüssig ist. Die Pulverfarbe wird ohne jeglichen Zusatz mit einem Borstenpinsel auf den Weissputz aufgetragen. Wenig Pulver an den Pinsel nehmen, denn es gibt sonst zu viele Staubwolken. Man könnte mit einem Decklack die definitive Schicht festigen, ist aber nicht nötig.

 

Die Stellen, die mit Gras und sonstigem Grünzeug bedeckt werden, sind mit grüner Dispersionsfarbe überstrichen.


Aus der Vogelschauperspektive in der Abendsonne. Noch sind einige Detailarbeiten nötig.

 

Die üppig und prachtvoll blühenden Rosen u.a. die Konrad-Adenauer-Rose und fast vergessen: eine Orient Express gibt es im Schlossgarten des Schlosses Heidegg zu sehen.

Bald hat sich herumgesprochen, dass es für Hochzeiten im Schloss eine Kapelle und sehr schöne Räumlichkeiten gibt und für das Hochzeitspaar eine Übernachtungsmöglichkeit besteht. Schon sind die ersten Gäste unterwegs. Sie geniessen die wunderbare Aussicht ins Seetal.

Mir fehlen bei den Nahaufnahmen die Augen der Figuren. Nun habe ich versucht mit einer Stecknadelspitze dem Gesicht ein wenig Farbe zu geben. Zu meiner Entschuldigung: Der Mann, wahrscheinlich der Brautführer, mit dem blauen Anzug hat vorher einen Himbeer-Lolli gelutscht.