Geländegestaltung

Tipps findet man überall bei den Modellbahnseiten. Nicht immer wird eine Quellenangabe hinzugefügt.

Aus Anstand und der Würdigung des Autors soll doch die Quelle angegeben werden.

Nur ein Beispiel: Der EMBL hat während der Modellbautagen im Verkehrshaus Luzern "Tipps und Kniffe" verkauft. Jemand hat sich erdreist diese Texte praktisch wortgleich in einer Schweizer Modellbahn-Zeitschrift  (nicht der Eisenbahn Amateur!) unter eigenem Namen zu veröffentlichen.

 

Bau von Oberseedorf

Untergrund mit Zeitungsknäuel

Der Untergrund der Landschaft wird zuerst mit zerknittertem Zeitungspapier vorgeformt und dann mit Klebstreifen fixiert. Mit Alufolien wird der ganze Haufen bedeckt. Diese Methode wird angewandt, wenn darunter der Platz beansprucht wird. Das Zeitungspapier kann nach dem Trocknen der Gipsmasse ausgeräumt werden. Die Alufolie bildet so etwas wie eine Armierung. Voraussetzung ist natürlich irgendein Gerüst, wo die Gipsmasse aufliegen kann.

Nun mit Weissputz überzogen, vorgeformt und Häuschen eingesetzt.

Bau des Schlosses Tannwil

Untergrund mit "Styropor"

Diese Art des Bauens hat den Vorteil, dass alle Arbeiten bei schönem Wetter im Freien gemacht werden können.

Der Schlosshügel ist als erstes ein Block aus verschiedenen Platten aus geschäumtem Polystyrol.

Die fertige Landschaft ist gegen Ende der Diaschauzu sehen.

Anleitung zum Bau einer Thermosäge

Zugeschnitten werden die Platten mit einer selbstgebastelten Thermosäge.

Der Vorteil: praktisch keine Fuseln. Sie besteht, wie im Bild sichtbar aus einem Laubsägebogen. Am unteren Ende wird an Stelle der bestehenden Klemmschraube eine Lüsterklemme angebracht, diese dient für den Kontakt des einen Kabels vom Trafo. Unter die Lüsterklemme mit direktem Kontakt mit dem Stahl des Bogens wird das zweite Kabel geklemmt. Für den Draht zum Schneiden muss ein Widerstandsdraht besorgt werden, es geht nur mit einem solchen. Z.B. aus einem alten Fön oder Ofen oder im Handel suchen. Das eine Ende wird an der Lüsterklemme und das andere unter die bestehene Klemme befestigt. Mit einer gewissen Spannung wie etwa bei einem Laubsägeli. Dem Trafo etwa 4-8 Volt Gleich oder Wechselspannung entnehmen. Schneiden ausprobieren, je nach dem mehr oder weniger Spannung geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um die Teile zusammenzufügen verwendet man am besten Holzspiesse, die in genügender Anzahl und mit verschiedenen Winkeln hineinstossen werden.

Das genügt vollkommen und hält sofort, leimen ist nicht nötig. Das überragende Ende mit einem Seitenschneider abzwicken.

 

 

Das Schloss Heidegg aus dem Luzerner Seetal ist mein Vorbild.

Im Rohbau:

Der Hügel ist nun mit Fassadenputz (Weissputz) überzogen und grob gestaltet. (Siehe auch unter Felsen.) Die Höhe des Schlosses Heidegg, es ist tatsätzlich so hoch, wird etwas kleiner gemacht.

Es wartet noch auf den Verputz. Hiezu verwende ich Dispersionsfarbe gemischt mit ganz feinem Sand.

Die Rosen rechts im Hintergrund sind nicht diejenigen vom sehenswerten Rosengarten vom Schloss Heidegg.

 

So das wäre geschafft: Heidegg farbig, wenn auch nicht ganz dem Original getreu nachgebaut und die Fahne ist verkehrt. Aber erkennen tut man Heidegg allemal. Turm und Wohnhaus ist aber noch nicht definitiv platziert.

Das Wohnhaus ist fotografiert worden, dann im Gimp verarbeitet und schliesslich auf dickerem Papier (von einem Kalender, mattes Papier) ausgedruckt. Die Innenwelt des Hauses ist auch Balsaholz.

Der Turm ist aus Balsaholz, die Fenster ausgeschnitten und mit Dispersion bemalt. Die Fenster und die Läden sind im Gimp* entstanden.

 *Gimp - Link unter Rubrik Häuser

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles weitere entspringt nur der Fantasie.

Das unterste Tor im Rohbau: hier muss noch im Detail Hand angelegt werden.

Bemalt ist das Balsaholz mit weisser Dispersion, der sehr feiner Sand beigemischt wurde.


 

 

 

 

 

 

 

Der mittlere Befestigungsturm ist hier auch noch im Rohbau.

Er hat noch zu dünne Zinnen wie auch die Torwand, es fehlt noch das Fallgatter.


Gips- oder Weissputzauftrag

Auf den vorbereiteten "Haufen" wird eine Schicht aus weniger schnell abbindendem Gips oder feiner Weissputz aufgetragen. Dort wo Fels sichtbar bleibt, kann der Gips mit schwarzer Abtönpaste grau eingefärbt werden (Nicht zuviel Abtönpaste auf einmal eingeben). So muss das Grau nur noch farblich behandelt werden.

Strukturieren

In diese Schicht wird dann mit verschiedenen Werkzeugen die entsprechende Struktur gekratzt, geschabt, gefeilt, gehackt etc. aber nicht kreuz und quer. Vermeiden muss man  Schaumgebäckaussehen. Siehe auch Felsen gestalten

Farbgebung
Mit Pulverfarben werden die Flächen, die nicht mit Gras bedeckt wurden, eingefärbt. Pulverfarbe ist matt und bedeckt (im Gegensatz zur Dispersionsfarbe) die feinen Strukturen im Gips bedeutend weniger.

Andere Modellbauer verwenden Beize. Mit Wasserfarbe könnte man sicher auch gute Ergebnisse erzielen.

Siehe auch Felsen gestalten

Der Hintergrund

ist auf meiner Anlage mehrheitlich (noch) mit MZZ gestaltet.
Den MZZ-Himmel würde ich allerdings nicht mehr verwenden, er ist zu einförmig und die Rümpfe, die durch die Art der Verpackung entstanden sind, sind nicht verschwunden. Auch mit dem Bügeleisen konnten diese nicht entfernt werden. Sicher macht ein Himmelhintergrund die Anlage bedeutend geräumiger und ist deshalb nur zu empfehlen.

Fotografieren des schönsten Himmels und dann Posters machen lassen wär die bessere Variante.

MZZ-Häuser waren nicht kompatibel mit den käuflichen Bausätzen. MZZ werden nur noch auf Börsen gehandelt.

Hintergrund mit Fotos

Für den neuen Teil werde ich meine Fotos verwenden.  Hintergrund

Altern oder Verwittern

Hiezu eignet sich die Pulverfarbe ausgezeichnet. Wichtig: Mit einen weichen Pinsel sehr wenig Farbe aufnehmen und einpudern. Aufpassen mit schwarz - lieber vorher Grautöne mischen. Die Pulverfarbe ist leicht (mit einem leicht feuchten Taschentuch) zu entfernen. Eine Fixation ist nicht nötig, wenn das Objekt direkt auf die Anlage kommt.

 

Das eine wie das andere wird hier gezeigt, wie man es machen kann. Ich lege wert darauf, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss ist, man kann auf so viele verschiedene Art etwas zustande bringen. Auch ich bin immer offen für neue Ideen.

Wichtig ist, dass man Freude am Gestalten hat.